Nagelsmann ein Lügner? Bayern-Coach stellt sich den Vorwürfen

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Vor seinem Amtsantritt in München, beteuerte Julian Nagelsmann, keine Spieler aus Leipzig mitzunehmen und somit seinen ehemaligen Arbeitgeber zu schwächen. Doch Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer fanden trotz seines Versprechens, wie er, den Weg an die Säbener Straße. Nun sieht sich Nagelsmann mit schlimmen Vorwürfen bezüglich seiner Glaubwürdigkeit konfrontiert.

 „Lügenbaron“-Vorwürfe

Julian Nagelsmann trat sein Amt als Cheftrainer bei den Münchner Bayern an und gab schon nach der Bekanntgabe des Wechsels seiner Arbeitsstelle bekannt, dass „RB ermöglicht mir die Chance, da werde ich jetzt sicher nicht an den eigenen Spielern graben. Ich werde jetzt nicht einen Bus mieten und ein paar Spieler einpacken“. Nun wissen wir heute, dass es anders kam. Neben Upamecano, kam auch Sabitzer zu von Leipzig nach Bayern. Dementsprechend musste Nagelsmann unschöne Dinge über sich lesen, wie der Bayern-Coach sagte. „Lügenbaron und solche Dinge die ich über mich gelesen habe, lass ich nicht zu nah an mich ran. Natürlich habe ich gesagt, dass ich keine Spieler oder kein Staff-Mitglied mitnehme. Das hat ganz einfache Gründe“, so Nagelsmann über die Vorwürfe der Lügen.

Auch Mitarbeiter mit zu den Bayern

Neben den zwei genannten Spielern kehrten auch mehrere Mitarbeiter von RBL dem Verein den Rücken zu und begleiteten Nagelsmann nach München. Bis auf Psychologe Max Pelka nahm Nagelsmann nahezu seinen kompletten Staff von Leipzig mit zu den Bayern. Über die große Abwanderung und das Unverständnis aus Leipzig sagte Nagelsmann: „Wenn du da sitzt und sagst, ich will auf jeden Fall sechs Spieler und auch sieben Staff-Mitglieder mitnehmen, da weiß ich nicht, ob jeder Fan dann sagt, das ist besser. Würde der Fan morgen klatschen? Ich glaube nicht“.

Dazu holte der Nagelsmann über den Sabitzer-Wechsel aus und gab preis: „RB hat den Vertrag nicht verlängert gekriegt. Dann ist es nicht so schlecht, dass wir einen Spieler nicht nächstes Jahr ablösefrei holen, sondern noch ein bisschen was überweisen“. 16 Millionen Euro überwies der FCB an den Getränkedosenhersteller. Eine Summe, die als Schmerzensgeld für Sabitzer angesehen werden kann, da Sabitzer spätestens nächsten Sommer und dann ablösefrei zu den Bayern gewechselt wäre.